Sprachen sind meine Welt. Schon als kleines Kind schleppte ich
Dixionnaires in der Gegend rum und konnte kaum damit warten, endlich
Englisch zu lernen, wenn ich die Eltern sprechen hörte. Beschäftige
mich seit mehr als zehn Jahren intensiv mit Fremdsprachen und
lerne in meiner Freizeit immer wieder neue dazu.
Sprache ist für mich mehr viel mehr als nur Arbeitsinstrument. Ich liebe
die Spracharbeit, die Auseinandersetzung mit
Strukturen, Eigenheiten. Wenn ich unterrichte, tue ich dies
aus Freude an dem, was mich seit meinen frühesten Kindheitsjahren
begleitet.
Gemütlich diskutieren:
Das ah und oh im Leben! Nur Weniges ist so schön wie Stunde um
Stunde sinnierend mit Freunden verstreichen zu lassen.
Es sind dies die wahren Momente des Glücks und der grösste
Luxus in meinem Leben. Und wenn's dazu einen kräftig fruchtigen
Wein, einen Kaffee oder italienisches Essen gibt, ist's perfekt
Malen, Zeichnen:
Meine grosse Leidenschaft (eine von den vielen).
Beispiele
Mein Element - Wasser:
Ja, die Sache mit dem Sport. Kann ohne nicht sein, bin aber allergisch
auf Sportfanatiker (nix übertreiben) und noch mehr auf Passivsport am Fernsehen. Darum lieber selbst was tun; am liebsten schwimmend.
Miezchen:
Mit Tieren aufgewachsen (Hamster, Meerschweinchen, Katzen, M¨use, Hunde, Pferde, Wellensittiche
und Fische). Leider habe ich zur Zeit keine eigene Katze bei mir, dafür erwarten sie mich
jeweils freudig bei meinen Eltern. Immer wieder faszinierend wie einschläfernd das vertraute
Geräusch meiner schnurrenden Katze sein kann.
Fremdsprachlicher Austausch:
Ja, wie schon gesagt, könnte ohne Fremdsprachen
nur schlecht leben. Sie sind voller Farbe in meinen Gedanken (ganz
im Gegensatz zur Mathematik, die mehrheitlich als graue Masse in meinem
Hirn besteht). Ja, ich kann mich mit einem Grammatikbuch entspannen
und geniesse es, in der Freizeit Fremdwörtchen zu lernen. Das
schönste allerdings ist, mit Menschen anderer Sprachen zu plaudern
und dadurch viel Interessantes über sie, ihr Land und ihre
Denkweise zu erfahren. Dennoch verblüfft mich die überschwengliche
Emotionalität mancher Italiener bis heute immer wieder von Neuem
- aber ich glaube, die verstehen sie manchmal selber nicht...
Möbel bearbeiten:
Mein Großvater war Schirmmacher. Ich glaube, ich hab da was
Handwerkliches in den Genen abbekommen und darum sind die Stühle
in meiner Küche wohl hellblau und zitronengelb.
Französische Literatur:
Aaah... fronkreisch! Mit Annie Ernaux die "passion simple"
einer Affäre erleben, die zärtliche Erotik spüren,
die zwischen Mann und Frau entstehen kann und "se perdre".
mit François Mauriac und "Therèse Desqueyroux"
der Eintönigkeit des Ehelebens entrinnen oder mit Alexandre Jardin
die Leichtigkeit der Liebe zu "Fanfan" entdecken. Mit Honoré
de Balzac und dem "Père Goriot" hinter die Strukturen
der Gesellschaft blicken oder mit Albert Camus als "étranger"
übers Leben sinnieren und begreifen, dass wir alle zum Tode verurteilt
sind. Oder Sartres Auseinandersetzung mit dem Vertrauen verfolgen. Vielleicht aber einfach nur mit Jean Giono die Naturgewalt der
"Colline" erleben. Absinken und geniessen... das ist für
mich französische Literatur.