tja, angefangen hat alles in frühesten knirpsjahren. kaum konnten meine hände
einen buntstift halten, begann ich zu zeichnen. ich kritzelte, schmierte und
tupfte mit bleistiften, wasserfarben, fensterfarben und kreide all das hin,
was sich einer u10-jährigen an visuellen eindrücken bietet und farblich
weiterverarbeitet werden kann. und wenn das trottoir meinen kreidezeichnungen
nicht mehr genügte, musste schon mal der parkplatz des nachbarn herhalten. er
war denn auch der erste, der meinem kreativen drang einen dämpfer verpasste, als
er eines nachmittags mit hochrotem kopf neben mir stand und irgendwas faselte
von wegen kundenbesuchen, schmierereien und das ginge doch nicht. dennoch:
nachbarschaftliche kunstkritik hin oder her, mein gestaltungsdrang liess mich
unbeirrt weitermalen und das tue ich heute noch...

l'instant c'est combien - acryl auf leinen
dieses bild setzt die besitzansprüche ins zentrum. es rechnet
auf, fragt, wie viel etwas kostet. es zeigt wie momente dem besitz
gleichgestellt werden. dieses bild fragt nach dem wert, dem wert
des augenblicks.


denken - mischtechnik auf leinen
denken. in unserem kopf kreisen sie, vergangenheit, gegenwart und
als graue vorahnung die zukunft. splitter, fragmente eines lebens
umgeben uns, holen uns dann und wann ein, prägen handeln und
fühlen. wir können uns den gedanken nicht entziehen, sie
sind permanent da. genauso wie wir; im zentrum unserer gedanken.

rose de vie
hommage à la rose. souvenir aux instants pleins de vie.

l'oiseau sans ailes
eines morgens verliess ich das haus. auf dem trottoir lag ein sterbender spatz,
geschwächt und ohne kraft. ich konnte nichts
tun, fühlte die ohnmacht, musste weitergehen. die natur kam mir grausam traurig
nahe in dem moment. ich dachte an all die vögel die jeden tag
sterben, an all die menschen, die wir nicht kennen. an all die
ohnmacht derer, die nichts tun können und zusehen müssen.
der lebenszyklus geht unaufhaltsam weiter, geht unhaltbar voran. wir sind und
sind uns oft nicht bewusst. in diesem sein steckt eine menge leben,
eine menge glück, vertrauen und hoffnung. nicht nur die hoffnung zu verändern, bewusst zu werden,
sondern auch die hoffnung, dass wir leben.

quadro - acryl auf leinen
quadro a quadri in blu.

"les arbres curieux" - acryl und gouache auf leinen 40 x 40
eines nachmittags sass ich lesend am limmatufer, blickte auf, schaute aufs wasser und
vernahm plötzlich ein intensives rauschen der blätter über mir. ich hörte hin, lauschte.
mal strichen sie sanft aneinander, mal liess sie der wind heftig gegeneinander reiben. ich
schaute mich um, erblickte pärchen, kinder, die am ufer spielten, menschen, die plaudernd
vorbei liefen, jogger, die vor sich hinhechelten und hunde, die das gleiche taten. sie alle
schienen von der heftigkeit und der zarten sanftheit des blätterrauschens kaum notiz zu
nehmen. die bäume hingegen waren verankert, konnten nicht spazieren, nicht joggen oder
am ufer spielen. sie waren gezwungen zuzuhören, von dem treiben notiz zu nehmen. wie
viele geschichten sie wohl schon erlebt hatten? wieviele p¨rchen, die sich geliebt,
geküsst oder eben zu ihren füssen gestritten hatten. wie oft hatten sie von seitensprüngen
gehört, wie oft hätten sie weinen können über traurige schilderungen und wie oft lachen
über die fröhlichkeit von jungen uferbesuchern, die auf den steinen sassen, um gemütlich
zu plaudern, zu sein und zu rauchen. wie oft hatten sie alte menschen rasten sehen, wie
oft den erinnerungen eines früheren lebens gelauscht oder den erzählungen frisch
verliebter teenager... an diesen bäumen strich die ganze bandbreite des menschlichen
daseins vorbei, sie schienen gespannt darauf zu warten...

sinnlos... acryl und gouache auf leinen
Eine bildserie, die bis heute nicht vollendet ist...

"pour toi elle
sera toujours d'un aspect différent" - gouache auf leinenkarton 40 x 40
dieses bild habe ich für einen freund gemalt. es ist eine erinnerung daran,
dass erotik immer wieder sinnlich anders ist; dass der geruch der haut, und die nähe, der
duft der haare, die berührung der fingerspitzen, der atem, die hingabe und zärtlichkeit
niemals gleich bleiben werden. es liegt an uns, immer wieder von neuem riechen, schmecken,
fühlen und vor allem spüren zu wollen und uns auf die unendlichkeit der kleinen aspects
différents einzulassen.

"girasole in blu"
- gouache auf leinenkarton 30 x 30
erster gouacheversuch.

erinnerung an einen kreativen sommer - gouache auf leinenkarton 40 x 40